Sehenswertes rund um Schwedelbach:


Eindrücke:

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Bachbahn - dieBürgermeister

 

Kontakt:

Gemeinde Schwedelbach

Dieter Hirsch
Ortsbürgermeister
Im Stenzental 2
67685 Schwedelbach

Telefon:
06374-2257

dieter.hirsch@schwedelbach.de


Sprechzeiten:
Donnerstags von 19.00 bis 20.00 Uhr im Bürgerhaus
Tel. 06374-1526

 


Besucher der Bachbahn Eröfnung am 7. Juli 2012
Besucher der Bachbahn Eröfnung am 7. Juli 2012
Besucher der Bachbahn Eröfnung am 7. Juli 2012
Besucher der Bachbahn Eröfnung am 7. Juli 2012

Eisenbahn-Erinnerungsstätte

Bachbahn 1

Neben einem original Schienenstrang befindet sich auch eine große Info-Tafel mit Wissenswertem zu unserer Bachbahn und ein Scherenschnitt der Bachbahn in Originalgröße an der Erinnerungsstätte.

BachbahnSchwedelbach besucher der Bachbahn


Info-Tafel der Bachbahn:

 

 

Grillplatz in SBachbahn in Schwedelbachchwedelbach

Presse-Atikel:


Ein Stück Bachbahn
kehrt nach Schwedelbach zurück

Seit Samstag erinnert ein augenfälliges Ensemble an die Schwedelbacher Bachbahnzeit. 40 Jahre, nachdem der letzte Personenzug durch den Ort tuckerte, ist ein Stück Bahn nach Schwedelbach zurückgekehrt. Die Gleise auf den sieben alten Eisenbahnschwellen und die aus Stahlblech stilisierte Dampflokomotive befinden sich fast genau am früheren Originalschauplatz, in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Bahnhofs. Eine ansprechend gestaltete Informationstafel wartet mit entsprechenden Daten und Bildern auf.
Unter großer Beteiligung der Schwedelbacher Bürger übergab Ortsbürgermeister Dieter Hirsch die „Erinnerungsstätte Bachbahn“ ihrer Bestimmung. „Plätze wie dieser haben eine besondere Geschichte“, sagte Hirsch, nämlich jenen Punkt im Dorf, „an dem am 27. Mai 1972 der letzte Personenzug fuhr und der Güterverkehr im Jahre 1983 eingestellt wurde“. Er widmete den Platz in der Bahnhofstraße all denen, „die sich schon in den Jahren 1900 bis weit in die 1990er Jahre für die Bachbahn von Otterbach nach Reichenbach stark gemacht haben“. 20 Jahre lang kämpften die Schwedelbacher für den Lokalbahnanschluss und investierten 30.000 Mark. Am 18. Juni 1920 dampfte der Probezug bis Reichenbach. Fortan transportierte die Bachbahn auf den 16,4 Kilometern zwischen Reichenbach und Kaiserslautern Schüler und Pendler zur Lampertsmühle und zu den Arbeitsplätzen in den Kaiserslauterer Industriebetrieben. Vor allem aber landwirtschaftliche Produkte, Baustoffe und Rohstoffe. An der längsten Güterrampe der Bachbahn wurden täglich zwei bis drei Waggons Schwedelbacher Sand verladen. 1983 wurde auch die Güterwagenbedienung eingestellt. Im Februar 1991 erfolgten die Stilllegung und der Abbau der Strecke Weilerbach bis Reichenbach.
Mit Kurt Lick begrüßte Hirsch einen Ehrengast, der eng mit der Bachbahngeschichte von Schwedelbach verbunden ist. Der heute 85-Jährige wickelte von Juni 1946 bis 1962 im Bahnhof in Schwedelbach die Fahrtkartenausgabe und den Güterverkehr ab, bevor er für acht Jahre an den Standort Weilerbach und schließlich, bis zur Pensionierung, nach Landstuhl wechselte. Nachdem Schwedelbach als Tarifbahnhof aufgegeben wurde, fand der Fahrkartenverkauf im Privathaus von Lick statt. Noch heute sind dem gebürtigen Mackenbacher die Abfahrtszeiten geläufig. Punkt 5.30 Uhr hatte er dem ersten Arbeiterzug grünes Licht gegeben und um 6.30 Uhr die Schüler auf den Weg gebracht.
Eisenbahn-Kenner Fritz Engbarth gewährte einen interessanten Einblick in die bewegte Bachbahn-Geschichte, die den Menschen eine vorher nicht gekannte Mobilität ermöglichte.
Für Bürgermeisterin Anja Pfeiffer ist das Bachbahndenkmal in Schwedelbach gelungen. Die Frau an der Spitze der Verbandsgemeinde denkt aber auch pragmatisch und in die Zukunft und wünscht sich eine Weiterführung des Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse bis Kaiserslautern.
Unter den vielen Gästen weilte auch Rainer Eckler, der eigentliche geistige Vater der Erinnerungsstätte. Eckler hatte sich für die Erhaltung der Bahntrasse eingesetzt und letztendlich den Anstoß für das Denkmal gegeben. Seine Unterschriftenaktion hat schließlich zum Erfolg geführt, ein Stück Zeitgeschichte greifbar und begreifbar darzustellen.
Das Sunny-Duo hatte das Fest stilecht mit dem Lied von der „Schwäbischen Eisenbahn“ eröffnet. Für die Kinder war natürlich die Fahrt durch den Ort mit der Tschu-Tschu-Bahn die Attraktion. Großes Hallo für Gerald Braun, der in Schaffneruniform auftrat und mit einem Pfiff die Schaulokomotive symbolisch auf die Reise schickte. Dicht war das Gedränge an der Informationstafel, bei der so manche Erinnerung an die Eisenbahnromantik auflebte. Günter Scholl hat seine Frau Marianne auf der Bachbahn kennen- und lieben gelernt. 1966 war es, als er das Mädchen aus Erfenbach im Zug erblickte und schließlich mit Windbeutelchen in den Hafen der Ehe und ins „Scholle“-Gasthaus locken konnte.

 

BachbahnSchwedelbach


Auf unseren Aufnahmen: Vor der Erinnerungslokomotive: Bürgermeisterin Anja Pfeiffer, Gerald Braun und Ortsbürgermeister Dieter Hirsch mit Tochter Vanessa. - „Bahnschaffner“ Gerald Braun. - Der ehemalige Schwedelbacher Bahnhofschef Kurt Lick. - Dieter Hirsch bei seiner Ansprache. - Interessante Informationstafel. - Bachbahn-Experte Fritz Engbarth und Ortsbürgermeister Hirsch.

Text/Fotos: bm